Typisch sächsische Wörter und ihre Bedeutung
Nu! – kurz, sächsisch und vielseitig
Hochdeutsch: „Ja!“
„Nu!“ gehört wohl zu den bekanntesten sächsischen Wörtern. Übersetzt bedeutet es ganz einfach „Ja“. In Sachsen hört man das kleine Wort im Alltag ziemlich häufig. Für mich gehört „Nu!“ deshalb ganz selbstverständlich zur sächsischen Sprache dazu.
Gerade weil „Nu!“ so kurz und typisch sächsisch ist, durfte der Ausdruck natürlich auch in meiner Postkartenserie nicht fehlen.
Muschebubu – wenn das Licht schön gemütlich wird
Hochdeutsch: „Gemütliches oder schummriges Licht.“
„Muschebubu“ ist ein sächsischer Ausdruck für gemütliches, gedämpftes oder schummriges Licht. Also genau die Art von Beleuchtung, bei der es nicht taghell sein muss und man es sich lieber ein bisschen gemütlich macht.
Ich mag den Ausdruck besonders, weil sich seine Bedeutung für Nicht-Sachsen kaum erraten lässt. Deshalb passt „Muschebubu“ für mich perfekt in meine Serie mit sächsischen Sprüchen und Wörtern.
Eiforbibschd – wenn die Überraschung groß ist
Hochdeutsch: „Ach Gott!“ oder „Na sowas!“
„Eiforbibschd“ ist ein sächsischer Ausdruck der Überraschung. Wenn etwas unerwartet passiert oder man über etwas erstaunt ist, kann einem schon mal ein „Eiforbibschd!“ herausrutschen. Auf Hochdeutsch lässt sich das je nach Situation ungefähr mit „Ach Gott!“ oder „Na sowas!“ übersetzen.
Für mich ist „Eiforbibschd“ eines dieser typisch sächsischen Wörter, bei denen man schon beim Aussprechen hört, wo man herkommt. Deshalb hat natürlich auch dieser Ausdruck einen Platz in meiner Postkartenserie bekommen.
Schnugglisch – einfach zum Liebhaben
Hochdeutsch: „Niedlich!“ oder „Süß!“
„Schnugglisch“ beschreibt auf Sächsisch etwas, das besonders niedlich oder süß ist. Das kann ein kleiner Gegenstand sein, ein Tier oder einfach etwas, das man auf Anhieb sympathisch findet. Statt lange nach den richtigen Worten zu suchen, reicht manchmal eben ein herzliches „Schnugglisch!“.
Für meine Serie mit sächsischen Sprüchen ist der Ausdruck wie gemacht. Er klingt typisch sächsisch, ein bisschen verspielt und bringt mit nur einem Wort ziemlich viel Sympathie mit. Deshalb gibt es „Schnugglisch!“ bei mir nicht nur als Postkarte, sondern auch als Kühlschrankmagnet.
Nioffräschn – immer schön ruhig bleiben
Hochdeutsch: „Nicht aufregen!“
„Nioffräschn“ bedeutet auf Hochdeutsch ganz einfach „Nicht aufregen!“. Der sächsische Ausdruck passt immer dann, wenn sich jemand ärgert, gestresst ist oder sich vielleicht ein bisschen zu sehr in eine Sache hineinsteigert. Manchmal hilft eben nur noch ein entspanntes „Nioffräschn!“.
Genau solche Wörter mag ich an der sächsischen Sprache. Ein kurzer Ausdruck reicht und eigentlich weiß jeder sofort, was gemeint ist. Deshalb gehört „Nioffräschn!“ natürlich auch zu meiner Serie mit sächsischen Sprüchen.
Lustige sächsische Sprüche und Redewendungen
Sgladschdglei – wenn die Geduld langsam zu Ende geht
Hochdeutsch: „Es klatscht gleich!“
„Sgladschdglei“ bedeutet auf Hochdeutsch „Es klatscht gleich!“. Der sächsische Spruch klingt schon beim Aussprechen herrlich direkt und lässt wenig Zweifel daran, dass die Geduld gerade langsam zu Ende geht. Natürlich darf man den Ausdruck mit einem Augenzwinkern verstehen.
Gerade diese direkte Art macht für mich den Charme vieler sächsischer Sprüche aus. Man braucht nicht viele Worte und trotzdem kommt die Botschaft ziemlich eindeutig an. Deshalb gehört „Sgladschdglei!“ auch zu meiner Serie mit sächsischen Sprüchen.
Sgloobschjedzni – wenn man es kaum glauben kann
Hochdeutsch: „Das glaube ich jetzt nicht!“
„Sgloobschjedzni“ bedeutet auf Hochdeutsch „Das glaube ich jetzt nicht!“. Der Spruch passt wunderbar zu Situationen, in denen etwas völlig unerwartet passiert und man erst einmal seinen Augen oder Ohren nicht trauen möchte.
Für mich ist das wieder so ein typisch sächsischer Satz, der gesprochen viel kürzer klingt, als seine hochdeutsche Übersetzung vermuten lässt. Genau deshalb durfte auch „Sgloobschjedzni!“ in meiner Serie mit sächsischen Sprüchen nicht fehlen.
Eemaah mid Brofies Arbeedn – wenn mal wieder alles klappt
Hochdeutsch: „Einmal mit Profis arbeiten!“
„Eemaah mid Brofies Arbeedn“ bedeutet auf Hochdeutsch „Einmal mit Profis arbeiten!“. Der Spruch passt wunderbar zu Situationen, in denen etwas nicht so läuft wie geplant. Ob Missgeschick, kleine Panne oder völliges Chaos, manchmal bleibt eben nur noch dieser Kommentar.
Natürlich ist das Ganze mit einem Augenzwinkern gemeint. Genau dieser trockene Humor macht den Spruch für mich so passend für meine Serie mit sächsischen Ausdrücken.
Dagömmersowasebennimärmachn – wenn’s eben nicht mehr geht
Hochdeutsch: „Da können wir sowas eben nicht mehr machen!“
„Dagömmersowasebennimärmachn“ bedeutet auf Hochdeutsch „Da können wir sowas eben nicht mehr machen!“.Was im Hochdeutschen nach einem ganzen Satz aussieht, wird auf Sächsisch kurzerhand zu einem einzigen langen Wort. Zumindest sieht es geschrieben so aus.
Gerade das macht den Spruch für mich so witzig. Wer ihn zum ersten Mal liest, muss wahrscheinlich zweimal hinschauen. Wer Sächsisch kennt, hört beim Lesen dagegen sofort den ganzen Satz im Kopf. Genau deshalb gehört auch dieser Ausdruck in meine Serie mit sächsischen Sprüchen.
Orr neee schwer bleede – wenn man es nicht fassen kann
Hochdeutsch: „Oh nein, ich werde verrückt!“
„Orr neee schwer bleede“ ist ein sächsischer Ausruf, wenn man etwas kaum glauben oder fassen kann. Er passt zum Beispiel dann, wenn etwas Unerwartetes passiert, man genervt ist oder einfach nur denkt: „Das kann doch nicht wahr sein!“.
Für mich steckt in diesem Spruch ziemlich viel typisch sächsische Ausdruckskraft. Je nachdem, wie man ihn sagt, hört man Erstaunen, Frust oder Fassungslosigkeit sofort heraus. Deshalb gibt es „Orr neee schwer bleede!“ bei mir sowohl als Postkarte als auch als Kühlschrankmagnet.
Ischgrischgleidegriese – wenn die Nerven blank liegen
Hochdeutsch: „Ich krieg gleich die Krise!“
„Ischgrischgleidegriese“ bedeutet auf Hochdeutsch „Ich krieg gleich die Krise!“. Der sächsische Spruch passt zu diesen Momenten, in denen einfach nichts funktionieren will und die Geduld langsam aufgebraucht ist. Dann kann ein kräftiges „Ischgrischgleidegriese!“ schon mal ziemlich befreiend sein.
Genau solche Ausdrücke mag ich besonders. Auf Sächsisch klingt selbst der kleine Alltagsfrust gleich ein bisschen humorvoller. Deshalb hat auch „Ischgrischgleidegriese!“ seinen Platz in meiner Serie mit sächsischen Sprüchen bekommen.
Erichdschor Eggsbärde – wenn einer ganz genau Bescheid weiß
Hochdeutsch: „Ein richtiger Experte.“
„Erichdschor Eggsbärde“ bedeutet auf Hochdeutsch „Ein richtiger Experte“. Der sächsische Ausdruck passt zu jemandem, der sich mit einer Sache besonders gut auskennt. Natürlich kann man ihn auch mit einem kleinen Augenzwinkern verwenden, wenn jemand zumindest selbst davon überzeugt ist, ganz genau Bescheid zu wissen.
Gerade dieser doppelte Einsatz macht den Spruch für mich so witzig. Als echtes Kompliment funktioniert er genauso wie als kleine humorvolle Spitze. Deshalb durfte auch „Erichdschor Eggsbärde“ in meiner Serie mit sächsischen Sprüchen nicht fehlen.
Sächsische Sprüche zum Verschicken und Verschenken
Aus meiner Begeisterung für die sächsische Sprache ist mit der Zeit eine ganze Serie mit sächsischen Sprüchen entstanden. Einige der Ausdrücke kennst du jetzt schon. Auf meinen Postkarten und Kühlschrankmagneten findest du aber noch weitere typisch sächsische Wörter und Sprüche.
Die Motive eignen sich zum Verschicken, als kleines Geschenk oder einfach für alle, die über den sächsischen Dialekt genauso schmunzeln können wie ich. Meine Postkarten und Magnete werden regional produziert und verbinden sächsischen Humor mit meinen eigenen Designs.
Wenn du noch ein bisschen weiterstöbern möchtest, findest du hier alle Motive meiner Serien.
Häufige Fragen zu sächsischen Sprüchen und Wörtern
1. Was sind typisch sächsische Wörter und Sprüche?
Typisch sächsische Wörter und Sprüche erkennt man oft an ihrer besonderen Aussprache und an Ausdrücken, die im Hochdeutschen anders klingen. Beispiele aus meinem Alltag sind „Nu!“, „Muschebubu“, „Eiforbischd“ oder „Schnugglisch“. Dazu kommen ganze Sprüche wie „Sgloobschjedzni!“ oder „Ischgrischgleidegriese!“. Einige meiner Lieblingsausdrücke und ihre hochdeutsche Bedeutung findest du weiter oben auf dieser Seite.
2. Warum werden sächsische Wörter oft anders geschrieben als Hochdeutsch?
Sächsisch begegnet uns vor allem als gesprochene Sprache. Wenn ich einen sächsischen Ausdruck auf eine Postkarte oder einen Magneten bringe, schreibe ich ihn deshalb so, dass man beim Lesen möglichst gut hört, wie er gesprochen wird. Aus „Ich krieg gleich die Krise“ wird bei mir zum Beispiel „Ischgrischgleidegriese!“. Auch in der Sprachwissenschaft spielt die Verschriftung gesprochener und dialektaler Sprache eine eigene Rolle.
3. Gibt es eine einheitliche Schreibweise für sächsische Wörter?
Bei vielen mundartlichen Ausdrücken sollte man nicht erwarten, dass es nur eine einzig richtige Schreibweise gibt. Aussprache und Sprachgebrauch unterscheiden sich regional, außerdem muss gesprochene Mundart beim Aufschreiben erst in eine lesbare Form übertragen werden. Bei meinen Motiven verwende ich deshalb bewusst meine eigene Schreibweise, so wie ich die Ausdrücke kenne und beim Lesen höre. Die TU Dresden untersucht solche regionalen Unterschiede innerhalb Sachsens ausdrücklich.
4. Ist Sächsisch ein Dialekt?
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Sächsisch als Dialekt bezeichnet. Genau genommen steckt dahinter aber mehr als eine einzige, überall gleich gesprochene Sprachform. In Sachsen gibt es verschiedene Mundarten und regionale Sprechweisen. Die TU Dresden spricht deshalb von „Mundarten und Regionalsprachen in Sachsen“.
5. Unterscheidet sich Sächsisch je nach Region?
Ja. Sächsisch klingt nicht überall in Sachsen gleich. Je nach Region unterscheiden sich Aussprache, einzelne Wörter und weitere sprachliche Merkmale. Untersuchungen der TU Dresden beschäftigen sich genau mit diesen Unterschieden zwischen verschiedenen Regionen und damit, wie viel Dialekt heute noch gesprochen wird.
6. Welche sächsischen Sprüche eignen sich als Geschenk?
Das hängt vor allem davon ab, für wen das Geschenk gedacht ist. „Schnugglisch!“ passt zum Beispiel wunderbar zu einem lieben Menschen, während „Erichdschor Eggsbärde“ mit einem Augenzwinkern an jemanden gehen kann, der immer ganz genau Bescheid weiß. Und manchmal passt ein „Nioffräschn!“ einfach perfekt. Gerade die persönliche Bedeutung macht für mich den Reiz solcher kleinen sächsischen Geschenke aus.
7. Gibt es die sächsischen Sprüche als Postkarten und Kühlschrankmagnete?
Ja. Viele meiner sächsischen Sprüche gibt es als Postkarte, Kühlschrankmagnet oder sogar in beiden Varianten. Die Motive stammen aus meiner eigenen Serie und werden regional produziert. Wenn dir ein bestimmter Ausdruck gefällt, findest du beim jeweiligen Spruch weiter oben direkt die passenden Produkte.